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WIZLAW VON RÜGEN

um 1265/1268-1325

Wizlaw war der letzte Minnesänger von Rügen und ist vermutlich identisch mit dem slawischen Fürsten Wizlaw III. von Rügen. Seine Lieder und Sprüche sind ausschließlich als Nachtrag in der Jenaer Liederhandschrift überliefert. Die Hauptschaffensperiode Wizlaws scheint vor seinem Regierungsantritt im Jahr 1302 gelegen zu haben. Von diesem Zeitpunkt an war er in das Kräfteringen um die Herrschaftsansprüche im Ostseeraum zwischen dem dänischen König, dem Markgrafen von Brandenburg und den wohlhabenden Handelsstädten der Ostsee verwickelt. Wizlaw stand in freundschaftlichem Austausch zu den bürgerlichen Sängern Heinrich von Meissen und Goldener, die Ihn in ihren Versen für seine Tugend und Gerechtigkeit priesen. Die Lieder und Sprüche des Rügenfürsten sind geprägt von einen ethisch-moralischen, oft auch religiösem Grundgedanken. Sein Werk durchzieht die Frage nach der Entscheidung des Menschen zwischen Gut und Böse.