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JOHANN KASPAR KERLL

1627-1693

wurde im vogtländischen Adorf geboren, wo sein Vater als namhafter Orgelbauer wirkte. Von ihm erhielt er vermutlich seine erste Ausbildung. Der österreichische Erzherzog Leopold Wilhelm ermöglichte ihm weitere Studien in Brüssel, Wien und Rom. Zu seinen Lehrmeistern gehörten Giacomo Carissimi und Girolamo Frescobaldi. Damals konvertierte er zum katholischen Glauben. 1656 übernahm Kerll die Leitung der Münchener Hofkapelle, ständige Intrigen sollen ihn aber veranlasst haben, diese Stelle 1674 aufzugeben. Danach wirkte er in Wien als Organist am Stephansdom und als Hoforganist. Um 1683 kehrte er nach München zurück. Kerll wurde von Kaiser Leopold I. geadelt. Als einer der führenden Organisten und als anerkannter Komponist starb er in München.