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Felix Draeseke

1835-1913

stammte aus aus Coburg. Trotz einer Gehörschädigung entschied er sich für den Musikerberuf und trat 1852 ins Leipziger Konservatorium ein, wo er Musikgeschichte- und Theorie, Klavier und Komposition studierte. Durch das Erlebnis einer „Lohengrin“-Aufführung unter Franz Liszt 1852 in Weimar wurde Richard Wagner zu seinem Vorbild. Nachdem er auch Hans von Bülow kennen-gelernt und die Neudeutsche Schule für sich entdeckt hatte, verließ er enttäuscht das Konservatorium. Er schrieb Konzertkritiken für die „Neue Zeitschrift für Musik“, fand Aufnahme in den Weimarer Kreis von Liszt und Cornelius und lernte Wagner in der Schweiz kennen. Nach dem Verriss seines Germania-Marsches übersiedelte er nach Lausanne, wo er 14 Jahre lang als Klavierlehrer lebte. 1876 ließ er sich in Dresden nieder und bekam eine Professur am städtischen Konservatorium. Den entscheidenden Erfolg brachte ihm 1888 „Symphonia Tragica“, den letzten – das Mysterium „Christus“. In seinen letzten Lebensjahren wurden ihm zwar zahlreiche Ehrungen zuteil, jedoch sank sein Ansehen als Komponist. Draeseke verstarb in Dresden.