Home Verein STRASSE DER MUSIK Musikfest UNERHÖRTES MITTELDEUTSCHLAND Tag der HAUS- UND HOFMUSIK PRESSE KOMPONISTEN

WALTER VON DER VOGELWEIDE

um 1170-1230

Walter von der Vogelweide gilt als der hervorragendste Lyriker des deutschen Mittelalters. Nach Aufenthalten in Wien am Hof des Herzogs Friedrich I. von Österreich und am Hof von Philipp von Schwaben besang er u.a. das Weihnachtsfest, welches Philipp 1199 in Magdeburg beging. In Thüringen scheint Walther auf Schwierigkeiten gestoßen und unfähig gewesen zu sein, sich in die thüringische Gesellschaft am Hof von Hermann I. zu integrieren. Er beklagt sich über den Lärm betrunkener Ritter, die am Vortrag von Lyrik nicht interessiert seien. Seine Lieder zeichnen sich durch Unmittelbarkeit der Empfindung, reizende Naivität und eine bisweilen mutwillige Schalkhaftigkeit aus. Es sind über 500 Strophen, 90 Minnelieder und 150 Sangsprüche von ihm bekannt. Er starb in Würzburg und wurde im Kreuzgang des Neumünster begraben.