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SILVIUS LEOPOLD WEISS

1687-1750

Silvius Leopold Weiss wurde vermutlich in Grottkau geboren. Sein Vater Johann Jacob Weiss, ein Lauten- und Theorbenspieler, lehrt ihn schon in jungen Jahren das Lautenspiel. Wahrscheinlich ab 1710 hält sich Weiss im Gefolge des polnischen Prinzen Alexander Sobieski in Rom auf. Der Aufenthalt in Italien hat großen Einfluss auf seine musikalische Entwicklung. Im August 1718 wird er in Dresden als königlicher Kammerlautenist am Hof des Kurfürst von Sachsen, August des Starken, angestellt. Er gehört zu den bestbezahlten Musikern am Hof, wo er schließlich bis zu seinem Lebensende bleibt. Belegt ist eine Begegnung mit Johann Sebastian Bach in Leipzig 1739. Weiss gilt als bester Lautenist seiner Zeit und ist rückblickend der letzte große Lautenist von europäischem Ruf.